P1610805Alexander Thies, Leiter Bordservice bei der Deutschen Bahn/ Foto: Bozena Behrens

Seit Dezember 2018 haben die rund 650 Restaurants dieses Unternehmens eine neue Speisekarte. Darauf machte im Rahmen der ITB Alexander Thies aufmerksam. Er ist als Leiter Bordservice bei der Deutschen Bahn tätig. „Vertraut und doch anders“ ist die Küche der Bahn jetzt, wie Alexander Thies betonte. Freunde der Ostpreußischen Küche müssen jetzt ganz tapfer sein! Die „Königsberger Klopse“ werden nicht mehr im rollenden Restaurant serviert. Dafür gibt es aber Neuerungen zu verkünden. Wer nun in den Restaurants und Bistros der ICE- und IC-Züge Chili con carne mit Schmand und die Currywurst mit Tortilla-Crunch speisen möchte, während die Landschaft an ihm vorbeirauscht, kann das jetzt bestellen. Das Essen „Chili con Carne mit Sour Cream“ besteht aus Rindfleisch, Tomatenwürfel, Weißen Bohnen, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Salz. Die „Currywurst mit Tortilla-Crunch“ besteht aus Schweinefleisch, Tomatenmark, Speisesalz, Knoblauch, Koriander, Paprika, Kümmel, Pfeffer, Chili, Curcuma (auch Gelber Ingwer genannt) und Bockshornklee.

Alexander Thies betonte auf der Pressekonferenz in Berlin während der ITB auch, an der „Qualitätsphilosophie halten wir immer fest, egal, welche Speise der Gast bestellt.“Zu dieser Qualitätsphilosophie zählt u. a.: Die Köche verzichten auf jegliche Zusatzstoffe. Natürlich werden auch glutenfreie Gerichte angeboten.

 

Zwei Speise-Antipoden haben die Redakteure von Berlin-City-Report getestet und beide Speisen mit einem „Sehr köstlich“ kreiert. Zuerst ließen wir die Vernunft walten! Nach dem Motto: „Haben wir nicht vielleicht ein paar Grämmchen zu viel am Körper?“ Na klar! Also bestellten wir einen „Nudelsalat mit Tomaten und Cashewkernen.“ Hartweizengries, Cashewkerne, Basilikum, Koriander, Knoblauch, Chili, Pfeffer, getrocknete Tomaten, Raps- und Olivenöl. Das macht garantiert nicht dick. Dann kam aber der Redakteur der Fotografin mit der Bemerkung zuvor: „ITB ist nur an 5 Tagen im Jahr. Da dürfen wir doch nach dem „Nudelsalat mit Tomaten und Cashewkernen“ eine klitzekleine Sünde einlegen.“ Bevor die Fotografin etwas sagen konnte, bestellte der Redakteur zwei „Belgische Miniwaffeln mit Kirschkompott.“ Es war wirklich ein sehr schmackhaftes Essen. „Unwiderstehlich köstlich“, meinten die beiden Mitarbeiter von Berlin-City-Report. Was uns leider Herr Thies nicht liefern konnte, daran trifft ihn allerdings keine Schuld: Das Speisen im Waggon! Wir speisten „nur“ in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin-Charlottenburg. Es ist doch viel angenehmer, man steigt an seinem Bahnhof in den Zug, geht in den Speisewagen und frühstückt dort oder isst zu Mittag oder zum Abendbrot. Natürlich sind auch „Kaffeetanten und Kaffeeonkels“ willkommen, die am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen aus dem Fenster schauend die Landschaft an sich vorbeirauschen lassen und herzhaft in den „Apfelstrudel mit Vanillesoße“ beißen. Das Essen aus der Bordküche der Deutschen Bahn ist sehr schmackhaft. Das haben wir recherchiert- nicht nur am eigenen Magen. Wir haben Alexander Thies, den Leiter Bordservice bei der Deutschen Bahn“ erwischt, wie er in seiner Küche gespeist hat. Der Chef isst in seinem eigenen, rollenden Lokal. Ein schöneres Kompliment kann er seinen Köchen nicht machen! (Text: Volkert Neef)