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S. E. der Botschafter der VAE (li.) und Aiman Mazyek

Der „Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.“ (ZMD) mit seinem Vorsitzenden Aiman Mazyek und die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Berlin-Tiergarten luden im für Muslime heiligen Fastenmonat Ramadan zum Fastenbrechen ein. Muslime sprechen beim Fastenbrechen vom Iftar. Der Muslim soll im Ramadan, der knapp einen Monat dauert, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder trinken noch speisen. Kinder, Kranke, Schwangere und ältere Menschen sind vom Fasten befreit. Am 22. Juni 2016 konnten der Botschafter der  VAE und Aiman Mazyek so prominente Gäste wie u.a. den Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel, die Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz (DIE LINKE) und Kerstin Griese (SPD) sowie Bischof Markus Dröge begrüßen. Er ist der geistliche Leiter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Der Botschafter wies in seiner Begrüßungsrede vor den geladenen Gästen auf die Toleranz hin. „Sie hat einen sehr hohen Stellenwert, ja sogar den höchsten Stellenwert, den es zu verzeichnen gibt. Toleranz bedeutet auch, Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe, der Kultur, der Religion oder was es auch immer sei finden nicht statt.“ ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek sprach folgenden Sachverhalt an: „Diese gemeinsame Veranstaltung des Zentralrates der Muslime in Deutschland e. V. in der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate drückt die Verbundenheit mit der islamischen Welt aus.“ Ferner sagte er: „Der Schlüssel zur Integration, der Schlüssel zur Demokratie ist die Teilhabe.“ Das Thema islamistische Terroristen sprach Aiman Mazyek ebenfalls an. Irregeleitete Menschen, die die schlimmsten Straftaten begehen und sich dabei ein falsches religiöse Mäntelchen umhängen „sind und bleiben Verbrecher, auch wenn die Täter eine friedliche Religion dazu namentlich mißbrauchen. Das Wort Mitgefühl ist den Verbrechern fremd.“ Die in Deutschland lebenden Menschen, egal welcher Religion sie angehören, sind für die hiesigen Errungenschaften, wie eine unabhängige Justiz und Demokratie zu besitzen, sehr dankbar. Vizekanzler Sigmar Gabriel stellte die Frage auf: „Wenn man 5 Jahre zuvor einen Politiker zum Iftar eingeladen hätte, wer hätte überhaupt gewußt, was das ist? Heute dagegen gilt es als unhöflich einer Einladung zum Iftar nicht Folge zu leisten. In sehr kurzer Zeit konnte der Islam hier viele Fortschritte verzeichnen.“ Das ist auch ein Verdienst des ZMD betonte der Vizekanzler. Er erinnerte auch an die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, der gesagte hatte: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Bischof Markus Dröge wies darauf hin, das es ein Fasten auch im Christentum gibt. „In der Bibel wird davon gesprochen, dass sowohl Moses als auch Jesus jeweils 40 Tage gefastet haben. Das Fasten ist uns Christen also nicht fremd.“ Die Lacher hatte Bundesminister Gabriel auf seiner Seite, als er eingestand: „Als ich meiner Frau gesagt habe, ich gehe heute zum Fastenbrechen, meinte sie: Gehe doch lieber nur zum Fasten.“ (Text/Foto: VTN)

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